Hallo alle miteinander!
Jetzt ist es auch schon ein bisschen her seitdem ich meinen letzten Beitrag geschrieben habe. Mit Absicht, da ich ja nicht nur vor dem Computer sitzen will um Berichte zu schreiben. So, zuerst einmal möchte ich sagen das es mir wie immer sehr gut geht. Außerdem habe ich auch schon meine erste Arbeitswoche hinter mir, aber dazu komme ich später.
Wir haben bereits unseren 3 Wöchigen Sprachkurs hinter uns und ich muss sagen es ist nicht ganz einfach aber auch nicht zu schwer da man für die Sprache zum größten Teil nur Vokabeln lernen muss und Zeitformen einfach wegfallen. Naja zumindest kann ich jetzt schon das gängigste und ich denke das ist ein guter Ansatz um sich den Rest selber beizubringen, obwohl es nicht ganz einfach ist, das es hier in Indonesien natürlich auch verschieden Dialekt gibt und in den verschiednen Regionen meist auch komplett anders gesprochen wird. Ich denke einfach das 3 Wochen Sprachkurs ein bisschen zu wenig sind um es auch im Berufsleben zu nutzen.
In Yogyakarta erlebten wir so allerlei außerhalb unserer Schulzeit, z.b. waren wir bei zwei verschiedenen Tempeln, der eine heist Parambanan und ist ein Hindutempel, den anderen Tempel besuchte wir dann während unserer Schulzeit da die Schule auch verschiedene fieldtrips angeboten hat. Dieser Tempel ist sehr Interessant da es der größte Buddhistische Tempel ist und man die Geschichte Buddha zurückverfolgen kann.
Eines der größten Ereignisse die ich in Yogya hatte, war die Besteigung des aktiven Vulkans Merapi ca. 3000m. Unsere Besteigung startete mitten in der Nacht, zuerst fuhren wir ca. 2 Stunden von Yogya in ein Dorf das am Fuße des Merapis liegt. Gegen 1.00Uhr Nachts machten wir uns dann auf den weg der nicht ganz ohne seien sollte. Nach 4 ½ Stunden laufen und klettern sind wir dann endlich noch vor dem Sonnenaufgang am aktiven Gipfel angekommen und vom anfangs noch laut brüllendem Team America war keine spur zu sehen. Naja ich würde ja jetzt gerne Beschreiben wie ein Sonnenaufgang auf einem aktiven Vulkan aussieht aber ich muss euch leider enttäuschen, es ist unbeschreiblich. Ich habe ein Video gemacht, aber selbst das bringt das ganze nicht so rüber wie es eigentlich ist.
Hier der link: http://www.youtube.com/watch?v=LOwAP7nyCF8
So nachdem wir unseren Sprachkurs beendet haben mussten wir von Yogyakarta wieder zurück nach Jakarta. Diesmal haben wir uns aber für den Zug entschieden anstatt für das Flugzeug da wir ja jetzt auch schon ein bisschen Bahasa Indonesia sprechen und wir auch schon Tickets auf Indonesisch kaufen konnten. Im Endeffekt konnten wir dann auf unserer Reisen doch nicht so viel unserer Sprachkenntnisse anwenden da wir sie nicht wirklich gebraucht haben außer zum Essen bestellen. Auf jeden fall haben wir zumindest sehr viel von dem Wunderschönem Jawa gesehen und das ist doch auch schonmal viel Wert. Nur so nebenbei wir haben etwas 8 Stunden mit dem Zug gebraucht und er war auch in einem sehr gutem Zustand.
Eigentlich war ja geplant das wir Montags mit dem Head of German Red Cross, Dr. Erhardt Bauer zusammen nach Bengkulu zu unserem Arbeitsort fliegen. Dieser konnte uns aber nicht begleiten da er in Aceh auf einem Treffen angeschossen wurde und zu diesem Zeitpunkt in Singapur in einem Krankenhaus war. Ihm geht es inzwischen wieder besser. Man weis auch noch nicht aus welchem Grund, wahrscheinlich war es willkürlich. Nur so als Anmerkung, es ist auch nicht normal in Indonesien das auf Rot Kreuz Arbeiter geschossen wird.
Wir sind dann trotz der jetzt etwas erschwerten umstände für das Deutsche Rote Kreuz nach Bengkulu geflogen und wurden dann auch von Nikolai in empfang genommen. Er musste dann aber am nächsten Tag nach Jakarta fliegen um Erhardts Position vorübergehend zu übernehmen. Nach einer kurzen Vorstellung der Mitarbeiter des PMI sind wir dann auch zu unseren Behausungen gefahren, die wie ich finde, in einem recht gutem zustand sind. Die ersten Tag erledigten wir erst einmal die nötigsten Besorgungen wie z.b einen Wasserspender, Kühlschrank und Fahrräder die wir für umgerechnet 40 eus bekommen haben, diese aber Made in China sind und daher Totaler Schrott. Zuerst wollten wir uns Fahrräder etwas außerhalb der Stadt kaufen, dort wurden wir aber dann, als wir uns zum Nichtkauf entschieden haben da es viel zu überteuert war von der Alten Dame Attackiert. Außerdem mussten wir auch auf das Polizeirevier um uns dort zu melden (das ist üblich in kleineren Städten bei einem längerem Aufenthalt). Naja, Polizeirevier kann man das nicht nennen, ich würde eher sagen eine altes heruntergekommenes Gebäude in dem das letzte mal vor 20 Jahren Renoviert wurde, und in dem eine Couch steht die aussieht als währe sie aus einem heruntergekommenen Jugendtreff. In eine Wort, versifft.
Am Wochenende wurden wir dann eingeladen auf einen Besuch in Moku-Moku. Das ist eine kleine Stadt, die etwa 5 Autostunden von Bengkulu entfernt ist. Sebastian hat sich nicht gut gefühlt also bin ich mit 2 anderen Mitarbeitern des PMI und Frau + Kind dorthin gefahren. Die Landschaft auf Sumatera ist echt wunderschön aber die Straßen sind meist in einem unbeschreiblich, schrecklichem Zustand, wenn man sie überhaupt Straßen nennen kann. Außerdem habe ich gemerkt das sich unserer Fahrer zu einem Rally-Fahrer entwickelt hat, dass sich dann nach schon ca. 2 Stunden fahrt bemerkbar gemacht hat und sich die meisten Insassen übergeben mussten. Als wir dann angekommen sind war ich die Hauptakttraktion. Nicht nur das jeder einzelne der 40 Schüler, Studenten und Freiwilligen ein Foto von mir haben wollten sondern jeder wollte auch meine e-mail Adresse und Handynummer. Als ich dann einem meine Handynummer gegeben habe, hatte sie dann am nächsten Tag jeder, und meine Handy war die Tage darauf „zugespamt“. Auf jeden Fall war es sehr lustig und ich habe wie immer einen neu scharr von Fans und Freunde kennengelernt. Was mir aber nicht ganz gefallen hat, war das die Freiwilligen wie beim Militär gedrillt wurden und mir auch erzählt wurde das sie auch in manchen Branches geschlagen werden.
.Ich bin mal gespannt was so die nächsten Wochen auf mich zukommt, natürlich werde ich auch darüber berichten.
In Indonesien hat jetzt auch die Regenzeit begonnen und es regnet fast jeden Tag, aber meistens immer nur sehr kurz aber dafür auch in strömen, es sind aber immer noch jeden Tag um die 35°.
Das Meer ist auch nur etwa einen halben Kilometer von unserer Wohnung entfernt und die Sonnenuntergänge sind hier auch wunderschön, leider hatte ich bis jetzt noch keine Gelegenheit diese zu fotografieren aber ich denke noch diese Woche werde ich eins auf meiner Flickr Seite Hochladen.
Hier nochmal mein Flickr link: http://www.flickr.com/photos/42756184@N05/
So, wie immer wünsche ich euch alles gute und haltet die Ohren steif, denn ich hab den Wetterbericht von Deutschland gesehen und ich glaube die bleiben auch so steif.......![]()
PS: Durian schmeckt super..
Mit freundlichen Grüßen Jerome

